Kawasaki Z1 Motorüberholung & Motortuning
Vom technisch sauberen Neuaufbau bis zum individuell abgestimmten Motorkonzept für klassische Kawasaki Z1- und Z900-Motoren.
Nicht einfach überholen. Passend zum Projekt aufbauen.
Der Motor einer Kawasaki Z1 oder Z900 ist für uns kein einzelnes Bauteil, das unabhängig vom restlichen Motorrad betrachtet wird. Er gehört zum Charakter des gesamten Motorrads – genauso wie Fahrwerk, Bremsen, Räder, Elektronik und Gestaltung.
Deshalb beginnt ein Motoraufbau bei Green Island Bikes nicht mit einer festen Teileliste. Zuerst muss geklärt werden, in welchem Zustand sich die vorhandene Basis befindet und welche Charakteristik das fertige Motorrad bekommen soll.
Daraus entsteht ein individuelles Motorkonzept: vom seriennahen Neuaufbau eines klassischen Z-Motors bis zu einer umfangreicheren technischen Weiterentwicklung.
„Nicht alles, was technisch möglich ist, ist für jeden Motor sinnvoll.“
Eine vollständige Motorrevision beginnt mit dem Zustand.
Bei einem rund fünf Jahrzehnte alten Motor lässt sich von außen kaum zuverlässig beurteilen, welche Arbeiten tatsächlich notwendig sind.
Erst nach Zerlegung, Reinigung, Prüfung und Vermessung der relevanten Bauteile entsteht eine belastbare Grundlage für den weiteren Motoraufbau.
Zerlegen & prüfen
Der vorhandene Motor wird vollständig betrachtet. Verschleiß und frühere Veränderungen werden beurteilt.
Prüfen & vermessen
Zylinder, Kolben, Zylinderkopf, Lagerstellen und weitere relevante Bauteile werden entsprechend ihres Zustands geprüft.
Kolben & Laufbahnen
Abhängig vom gewünschten Aufbau werden Zylinder, Laufbuchsen und Kolben passend zum Motorkonzept ausgewählt und bearbeitet.
Kopf & Ventiltrieb
Ventile, Führungen, Sitze, Federn und Zylinderkopf werden geprüft und entsprechend dem geplanten Aufbau überarbeitet.
Steuerkettentrieb
Kette, Führungen, Rollen und Spanner gehören zu den Bereichen, die bei einem vollständigen Neuaufbau besondere Aufmerksamkeit erhalten.
Neu aufbauen
Erst wenn die technische Basis feststeht, wird der Motor mit den für das jeweilige Projekt vorgesehenen Komponenten aufgebaut.
Was technisch möglich ist.
Soll der Motor über einen seriennahen Neuaufbau hinausgehen, können unterschiedliche Bereiche gezielt weiterentwickelt werden.
Welche Komponenten tatsächlich zum Einsatz kommen, richtet sich immer nach Motorbasis, Hubraum, gewünschter Charakteristik und Einsatzzweck.
Hubraum und thermische Basis
Hochwertige Schmiedekolben – beispielsweise von Pistal Racing – sowie geeignete Laufbuchsen ermöglichen unterschiedliche Hubraum- und Verdichtungskonzepte.
Ventile, Führungen & Kanäle
Zylinderkopfbearbeitung, Ventilsitze, Ventile, Ventilführungen und gegebenenfalls die Bearbeitung der Kanäle werden auf das Motorkonzept abgestimmt.
Nockenwellen & Federn
Nockenwellen und Ventilfedern können entsprechend Hubraum, Verdichtung und gewünschter Motorcharakteristik ausgewählt werden.
Ein System, nicht nur eine Kette
Rollen, Führungen, Spanner und weitere Komponenten des Steuerkettentriebs werden als zusammengehöriges System betrachtet.
Kurbelwelle & Motorblock
Kurbelwelle, Pleuel, Lagerstellen und Motorgehäuse werden entsprechend Zustand und geplantem Leistungsniveau beurteilt und bearbeitet.
Schmierung & Betriebssicherheit
Bei entsprechend aufgebauten Motoren kann auch die Ölversorgung Bestandteil des Gesamtkonzepts sein, beispielsweise durch eine leistungsfähigere Ölpumpe.
Vergaser oder Kraftstoffeinspritzung
Klassische Flachschiebervergaser von Mikuni oder Keihin können ebenso Bestandteil eines Aufbaus sein wie eine moderne Kraftstoffeinspritzung bei dafür vorgesehenen Projekten.
Alles muss zusammenpassen
Hubraum, Verdichtung, Nockenwellen, Gemischaufbereitung, Zündung und Abgasanlage müssen als Gesamtsystem aufeinander abgestimmt werden.
Vom seriennahen Motor bis zum Performance-Aufbau.
Nicht jeder Motor benötigt alles, was technisch möglich ist. Wir stellen deshalb keinen Z-Motor nach einer festen Teileliste zusammen.
Entscheidend ist, welche Komponenten für das jeweilige Motorrad und die gewünschte Charakteristik sinnvoll sind. Ein guter Straßenmotor stellt andere Anforderungen als ein deutlich leistungsorientierter Aufbau.
Erfahrung dort einsetzen, wo sie zählt.
Ein hochwertiger Motoraufbau entsteht nicht dadurch, dass möglichst viele bekannte Namen auf einer Teileliste stehen. Entscheidend sind Auswahl, Bearbeitung, Zusammenbau und Abstimmung.
Deshalb verbinden wir bei unseren Z-Projekten das Gesamtkonzept von Green Island Bikes mit dem Wissen spezialisierter Partner.
K&M Motorentechnik
Für Motoreninstandsetzung und Motortuning arbeiten wir seit vielen Jahren mit Matthias Möller von K&M Motorentechnik zusammen.
Zusammenarbeit ansehen →PAMS Japan
Für ausgewählte Kawasaki-Z-Projekte greifen wir auf hochwertiges Know-how und speziell für diese klassischen Motoren entwickelte Komponenten aus Japan zurück.
Die Zusammenarbeit mit PAMS erweitert die Möglichkeiten für zukünftige Green-Island-Bikes-Z-Projekte bis hin zu modernen Kraftstoffeinspritzungskonzepten.
Kawasaki Z1-5 · 1.075 cm³
Die Z1-5 zeigt, wie ein Motor in ein vollständiges Green-Island-Bikes-Konzept integriert wird. Der Motor wurde umfassend revidiert und auf 1.075 cm³ erweitert.
Zylinder und Kolben, Zylinderkopf, Ventiltrieb, Lager, Dichtungen, Getriebe und Steuerkettentrieb wurden im Rahmen des Neuaufbaus entsprechend bearbeitet beziehungsweise erneuert.
Das Ziel war kein isolierter Motorumbau, sondern ein Antrieb, der zum Charakter des gesamten Motorrads passt.
Erst das Motorrad verstehen. Dann den Motor definieren.
Sie planen den Neuaufbau oder die technische Weiterentwicklung einer Kawasaki Z1 oder Z900? Dann sprechen wir zuerst darüber, was aus dem Motorrad werden soll.
Auf dieser Grundlage entsteht ein Motorkonzept, das zur vorhandenen Basis, zum Einsatzzweck und zum gesamten Motorrad passt.

